Wie stark der Heimvorteil einbrach, als während Corona die Stadien leer blieben.
Während der Corona-Pandemie spielte die Bundesliga vom 16. Mai 2020 bis Ende der Saison 2020/21 ohne (oder nur mit stark limitiertem) Publikum — ein natürliches Experiment: wie viel vom "Heimvorteil" ist eigentlich der Heimvorteil von Zuschauern, nicht von Reisestress oder Platzkenntnis?
Heimsieg-Quote sank in den Geisterspielen um 5.8 Prozentpunkte gegenüber den 5 Jahren davor (45.8% → 39.9%) und erholte sich danach wieder auf 44.1%, sobald die Stadien sich wieder füllten — ein deutlicher, klar sichtbarer Einbruch, der sich fast vollständig wieder erholt, sobald wieder Zuschauer da waren.
Das deckt sich mit dem, was auch in anderen Ligen beobachtet wurde: ein relevanter Teil des "Heimvorteils" im Fußball kommt tatsächlich von den Zuschauern im Stadion selbst — nicht nur von Reisestress der Gastmannschaft oder Platzkenntnis.